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Jugendauftaktgottesdienst in Kassel

(Kassel, 15.01.2012) Heute fand für die Bezirke Kassel und Korbach der Jugendauftaktgottesdienst in der Kirche Kassel-West statt. Die Besonderheit an diesem Gottesdienst war, dass er von Bischof Rainer Sommer aus Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Gebietskirchenaustauschs gehalten wurde.

Begonnen wurde der Gottesdienst mit dem Eingangslied "Mit dem Herrn fang alles an" (GB 32). Das Textwort stand in 2. Chronik 18, 4: "Aber Joschafat sprach zum König von Israel: Frage doch zuerst nach dem Wort des HERRN!"

Der Bischof sprach zum Eingang von dem Ausspruch „Das Netz zur anderen Seite auswerfen“ von Stammapostel i.R. Urwyler. Dieser Ausspruch stammt aus der Begebenheit, wo die Jünger nach der Kreuzigung Jesu wieder ihrem alten Leben/Beruf nachgingen. Sie fischten auf dem See und fingen nichts. Plötzlich erschien ihnen Jesus und riet ihnen, ihr Netz zur anderen Seite auszuwerfen.
Der Bischof sagte anschließend, dass man Mut braucht, sich auch mal zurückzunehmen. Er riet, die Gebete offener zu formulieren und nicht an seiner eigenen Meinung festzuhalten. („Herr, dein Wille geschehe. Segne mich. Mach das Beste für mich.“)
Dies sei auch in dem Leitsatz „Frage/Trachte zuerst nach dem Wort Gottes!“ enthalten.

Daraufhin erzählte der Bischof von seinem Smartphone und wie schnell es viel Platz im Leben einnehmen kann. Er fragte die Jugendlichen, was sie nach dem Aufwachen morgens machen würden – der Freundin/dem Freund „Guten Morgen“ sagen, E-Mails checken oder dem lieben Gott danken? „Wie beginnst du deinen Tag? Wie geht es dir morgens?“ Der Bischof forderte die Jugend dazu auf, den Tag mit dem lieben Gott zu beginnen. „Sagt ihm nach dem Aufwachen doch einfach mal: „Guten Morgen. Schön, dass du da bist!““
Anschließend fragte er die Jugend, was die oberste Priorität sei und antwortete: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit!“ So erhalte man Segen. Als Beispiel nannte er Elia und die Witwe von Zarpat (1. Könige 17). Das Opfern und die Opferbereitschaft sei auch wichtig. „Den Ersten für den lieben Gott geben und seine Gaben einsetzen. Macht keinen Deal mit dem lieben Gott so nach dem Motto: „Nun gib mal!““ Der Bischof forderte die Jugend in diesem Zusammenhang dazu auf, etwas an den lieben Gott zurück zu geben.

Der mitgereiste Bezirksälteste Pütz bat die Jugend zu Beginn seines Mitdienens sich ein Fußballspiel vorzustellen. Man habe nur vier Minuten zum Zuschauen, gerade sei ein Tor gefallen und man befinde sich noch in der ersten Halbzeit. Nun soll man sagen, wie das Spiel ausgeht. Aus der momentanen Situation heraus kann man nicht entscheiden, wie es weiter geht! Er betonte, dass man das Netz zur anderen Seite auswerfen soll. „Fragt zuerst nach dem Willen Gottes.“ Erst beten und Gott an erste Stelle setzen, dann Entscheidungen treffen. Dies erfordere Klarheit und auch die Bereitschaft „nein“ zu sagen. „Wer zu Gott „ja“ sagt, der muss zur anderen Seite „nein“ sagen“, so der Bezirksälteste. Dazu bekenne sich Gott und sage in den richtigen Augenblicken „ja“. Er ermutigte die Jugend den Mut zu haben, sich zu unterscheiden: „Don't be a maybe! Geh und folge ihm nach!“

Nach der Feier des heiligen Abendmahles und einigen musikalischen Beiträgen endete der Gottesdienst.